Dienstag, 23. August 2016

 
Die Magendrehung beim Hund - endet in so manchem Fall tödlich

Aufbau eines Magens beim Hund.

Zunächst sollten Sie einige Punkte zur Anatomie des Magens und zur Situation der Entstehung der
Magendrehung wissen. Grob vereinfacht ist der Magen durch zwei wesentliche Punkte im Bauchraum fixiert.
Die Speiseröhre tritt von vorne durch das Zwerchfell und mündet kurz hinter diesem in den Magen.
Auf der anderen Seite geht der Magenausgang in den ersten Abschnitt des Dünndarms in den
12-Fingerdarm über. Dabei stellt der Magen sich nicht als schlauch- oder kugelförmiges Gebilde dar,
sondern eher als ein asymmetrischer Beutel mit einer großen und einer kleinen Krümmung. Liegt der
Magen in normaler Position, befindet sich der vordere und obere Anteil unter den hinteren Rippen auf der
linken Körperseite. Der hintere Teil des Magens zeigt nach hinten rechts und unten. Zusätzliche Bänder
befestigen den Magen auch noch an anderen Stellen im Bauchraum, wie etwa an der Leber und der Milz.
Diese Bänder sind allerdings nicht sehr straff, sondern müssen nachgiebig sein, damit der Magen auch in
unterschiedlichem Füllungszustand Bewegungsfreiheit behält. Alle zu- und ableitenden Blutgefäße verlaufen
entlang der Speiseröhre, des 12-Fingerdarms und der Aufhängebänder.

Wie kommt es zur Magendrehung beim Hund?

Der Magen wird vorwiegend durch die Speiseröhre und den 12-Fingerdarm fixiert, wie ein Beutel im
Oberbauch. Er kann mit der Krümmung nach unten weisend an dieser Aufhängung hin und her pendeln,
was bei entsprechender Füllung mit Wasser oder Futter noch begünstigt wird. Führt der Hund dann
Bewegungen aus, die das Pendeln verstärken, kann es zu einem Umschlagen des Magens um seine
Längsachse kommen. Besonders gefährlich sind Bewegungen des Hundes, die nach vorwärts und
unten gerichtet sind und dann plötzlich abgebremst werden, wie zum Beispiel beim herunterspringen
oder überspringen von Hindernissen.

Welche Hunde sind besonders betroffen?

Alle größeren Hunde mit einem tiefen und breiten Brustkorb haben eine große Bewegungsfreiheit
des Magens. Besonders Hunde mit weichen und lockeren Bindegeweben haben oft keine straffen
Magenbänder, die ihn gut in Position halten könnten. Tiere die gerade gefressen oder größere Mengen
an Wasser getrunken haben erhalten günstige Bedingungen, die das Pendeln des Magens verstärken.
Besonders Hunde die aktive, lebhafte Bewegungen, gleich nach der Fütterung oder nach der Aufnahme
größerer Wassermengen ausführen, sind davon betroffen. Schwer verdauliches Futter das aus größeren
Stücken besteht, leicht gärendes Futter und sehr große Futtermengen verstärken das Risiko einer
Magenumdrehung.

Wie vermeide ich eine Magendrehung beim Hund?

Nach jeder Hauptfütterung und grösserer Aufnahme von Wasser Ihres Hundes, sollten Sie als Hundehalter
darauf achten, das Ihr Hund eine Ruhephase einhält, bevor er wieder aktiv gefördert wird. Bitte vermeiden
Sie es Ihren Hund mit vollem Magen Aktivitäten, wie zum Beispiel heftiges herumtoben oder Überspringen
von Hindernissen ausführen zu lassen.www.menschpartnerhund.de

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